In Gegensätzen miteinander - Beziehung im Sozialen pflegen

Spülmaschinenfest bei Hermann Jülich

Köthel – Die Großküche der Hermann Jülich Werkgemeinschaft Köthel, konnte kürzlich den Einzug einer wirklichen Erleichterung feiern. Die 30 Jahre alte Spülmaschine musste immer öfter mit Ersatzteilen bestückt werden, damit sie ihren Dienst nicht komplett einstellen würde. Nun funkelt ein hochmoderner Spülhelfer in der Abwaschküche. In sagenhaften 52 Sekunden, ist eine Ladung Geschirr künftig wieder einsatzbereit. Solch eine große Investition ist für die sozialtherapeutische Einrichtung aber nicht ohne weiteres alleine zu stemmen. Großzügige Unterstützung empfingen die Bewohner und Mitarbeiter von dem „Lions Club Hahnheide“, aus Trittau. Mit der stolzen Summe von 10.000€ beteiligten sie sich an der Beschaffung dieser neuen Küchenhilfe. Die beiden Vertreter des Clubs, Herr Dr. Peter Bernhardt und Herr Peter Bädecker, machten sich gerne persönlich ein Bild vor Ort. In ihrer Ansprache dankten Andelko Lekic (Leitung/Köthel), sowie Ulrike Schermer (Küchenchefin), den Spendern auf das herzlichste. „Uns ist es ein besonderes Anliegen diese bemerkenswerte Einrichtung zu unterstützen. Wir sind erfreut einen Baustein für weiterhin gute Arbeit übergeben zu dürfen“, so Dr. Peter Bernhardt. Zum Abschluss der kleinen Feierstunde wurden die Gäste mit einem leckeren Buffet, aus eigenem Anbau, verwöhnt. Der „Lions Club Hahnheide“ unterstützt seit nunmehr dreißig Jahren die Hermann Jülich Werkgemeinschaft. Durch diese großartige Hilfestellung konnte eine Menge bewegt werden, um den Bewohnern und Mitarbeitern den Alltag so angenehm wie möglich zu gestalten.

(FloB)

Nicht nur bis zuletzt würdig leben, sondern auch sterben.

40 Mitarbeiter der Behindertenhilfe ermöglichen ein Sterben im Zuhause.
Diese Menschen gehen in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen oft unter: Personen mit geistiger Behinderung. Der Hospizverein Ahrensburg nimmt sie in den Blick. So entstand im vergangenen Jahr mit Hilfe der NDR Benefiz Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland 2016“ eine Kooperation mit folgenden Lebens- und Betreuungsorten von Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen: Stormarner Wegen „Haus Gartenholz“, Wohnhaus Ahrensburg der Alsterdorf Assistenz Ost und dem Haus Apfelstern der Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. in Hamfelde.
Ziel der Vereinbarung war und ist es, Bewohnerinnen und Bewohnern ein Leben bis zuletzt dort zu ermöglichen, wo sie schon viele Jahre zu Hause sind. Hier werden sie in ihren Bedürfnissen verstanden und im Alltag unterstützt.
Um eine qualitative Versorgung und Begleitung auch am Lebensende erreichen zu können, sind vier Schritte notwendig: die Ausbildung der Mitarbeiter in der palliativen Versorgung, die Ausbildung der Hospizmitarbeiter in der Sterbe- und Trauerbegleitung von Menschen mit Behinderungen sowie die Supervision und Begleitung beider Gruppen. Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung unter den Häusern. Somit können sie sich gegenseitig fachlich unterstützen und Ressourcen optimal nutzen.
Die ersten Schritte sind bereits gemacht: Mehr als 40 Mitarbeiter aus den drei Häusern und vom Hospizverein Ahrensburg haben in 5 Tagen erstes Wissen, spezielle Fertigkeiten und die notwendige Haltung zur palliativen Begleitung erhalten. Diese Weiterbildung ist speziell auf die Struktur und den Bedarf der Behindertenhilfe entwickelt worden und entspricht den Anforderungen des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.
Mit Hilfe der großzügigen und gleichzeitig notwendigen Unterstützung des NDR kann nun nicht nur die Qualität, sondern auch die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert werden. Somit absolvieren nun im zweiten Schritt 22 Personen weitere 3 Wochen. Mit ihrem Abschluss im Februar 2019 entsprechen sie den gesetzlichen Anforderungen zur beratenden Palliativkraft. Ihre Aufgabe wird es sein, Bewohner, ihre Angehörigen, gesetzliche Betreuer und Kollegen in den einzelnen Wohnformen zu unterstützen, zu beraten und durch eine vorausschauende Planung eine ungewollte Krankenhauseinweisung zu vermeiden.
Ebenso werden sie eine koordinierende Rolle bei der internen und externen Netzwerkarbeit einnehmen.

Die Einrichtungen der Behindertenhilfe machen sich auf den Weg. Dazu benötigt es Personen, die mitgehen möchten. Fach- und Hilfskräfte sind jederzeit willkommen.

Marian te Booy van der Maten

Die Absolventen aus den Einrichtungen und vom Hospizverein Ahrensburg nach der Übergabe der Zertifikate für die Basisausbildung durch den Vorstand des Hospizvereins.

EuroEyes Cyclassics 2018

Die diesjährgen EuroEyes Cyclassics am Sonntag, den 19.8.18, führten auch bei uns vorbei. Die Fahrer wurden natürlich ordentlich von uns und unseren Betreuten angefeuert. (siehe Bilder unten.)

Friederike/Köthel

Bericht aus Trittau Online – Facebook

14. Hermann Jülich Lauf & Frühlingsfest

Köthel – Am heutigen Samstag war bei der Hermann Jülich Werkgemeinschaft in Köthel wieder ordentlich was los. Nicht nur das traditionelle Frühlingsfest wurde gefeiert, es wurde auch kräftig gelaufen. Insgesamt hatten sich im Vorwege über 360 Menschen für den Lauf angemeldet. Die große Überschrift für dieses Event hieß wieder „Inklusion“. Körperlich, oder geistig benachteiligte Menschen, liefen mit nicht benachteiligten Menschen. Dies ist als wichtiger Ansatz, um etwaige Bedenken, oder gar Vorurteile aus dem Weg zu schaffen, zu verstehen. Bevor es jedoch losging, wurde mit kräftigen Zumba Rhythmen der Körper in Schwung gebracht. Gestartet wurde in mehreren Disziplinen. Als Erstes legten die kleinsten beim „Bambinilauf“ los. Für die 600 Meter Distanz hatten sich 19 Kinder angemeldet. Die jüngsten waren dabei grade erst 3 Jahre alt. Am anderen Ende der Altersklassen stand der im Jahre 1940 geborene Jürgen Holm, er startete natürlich bei einem der anderen Läufe. Als die Lütten alle wieder wohlbehalten im Ziel angekommen waren, folgte der sogenannte Schülerlauf. Hierfür hatten sich 39 Schüler gemeldet. Für diese Truppe war eine Strecke von zwei Kilometern zurückzulegen. Als Nächstes gingen die 10 Kilometer Läufer, gefolgt von den 5 Kilometer Läufern an den Start. Beide Gruppen hatten zusammengefasst eine Größe von stattlichen 180 Personen. Abschließend machten sich noch 123 Walker auf den Weg ihre fünf oder zehn Kilometer zu absolvieren. Ohne Verluste oder große Blessuren kamen alle Teilnehmer munter im Ziel an, wo anschließend bei Livemusik und wunderbaren Köstlichkeiten gefeiert wurde.

Als Besucher der Hermann Jülich Werkgemeinschaft spürt man sofort, dass dieser Ort von einer herzlichen Aura umgeben ist. Die Bewohner, sowie die Mitarbeiter, lassen so manch eine Unwegsamkeit des eigenen Alltags plötzlich absolut unwichtig erscheinen. „Es macht mir richtig Spaß hier mit tollen Leuten zu leben,“ verriet uns die Bewohnerin Svenja, mit einem Lächeln auf den Lippen. Diese Aussage fand in vielen Gesichtern einen zustimmenden Ausdruck. Insgesamt Leben in der Einrichtung in Köthel 31 Menschen. Sie wohnen alle in ihren eigenen kleinen Wohneinheiten und begehen jeden Tag gemeinsam. Ob in der Tischlerei, der Gärtnerei oder in der Küche. Alle haben ihren eigenen Aufgabenbereich, den sie gewissenhaft ausüben. In der Gärtnerei wird beispielsweise das ganze Jahr hindurch Bio-Gemüse angebaut. Hierzu stehen Gewächshäuser mit eine Gesamtfläche von 3000qm zur Verfügung. In der Werkstatt werden viele Dinge des täglichen Lebens hergestellt. Begleitet werden die Arbeiten dort vom Tischlermeister Matthias Hoeser. Er selbst wechselte vor fünf Jahren aus einem großen Unternehmen in die Hermann Jülich Werkgemeinschaft. Seiner Aussage nach hätte er keine bessere Entscheidung treffen können. Sind es doch diese herzlichen, offenen und ehrlichen Menschen, die einem jede Menge von dem geben was man im Leben braucht, nämlich die Bestätigung etwas Gutes und richtiges zu tun.

Die Kötheler Einrichtung gibt es bereits seit über dreißig Jahren, nur kaum einer nimmt sie wirklich wahr. Dies mag daran liegen, dass sie etwas versteckt im Lauenburgíschen Teil des Ortes gelegen ist. Wobei sich weder die Bewohner, noch die Angestellten verstecken müssen. Was sie am heutigen Tage wieder auf die Beine gestellt haben ist wirklich imposant und verdient größten Respekt.

(FloB)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Trittau online Redaktion.
Quelle: https://www.facebook.com/Trittauonline/posts/2112720568963713

Video über den 14. Hermann Jülich Lauf der Trittau Online Redaktion.

Eine Veranstaltung, bei der es gut lief.

Der Hermann Jülich Lauf geht am 2. Juni um 10.00 Uhr in seine 14. Runde. Auch dieses Jahr findet er am LebensOrt Köthel wieder im Rahmen eines großen Frühlingsfestes statt, das anschließend mit vielen Attraktionen lockt:
• Aktionen für Kinder
• Reiten für Groß und Klein
• Grill­ und Salatstation
• Kaffee­/Kuchenbuffet
• Verkauf aus den Werkstätten
• Live-Musik
• Jungpflanzenverkauf
… und vieles mehr.

Hier finden Sie die Siegerlisten 2018.

Jungpflanzenverkauf – Gemüse und Blumen

Pflanzenverkauf in Köthel: Wer nicht bis zum Frühlingsfest am 2.6.2018 warten möchte, kann jetzt schon jeweils am Freitag, den 25.5. und 1.6., Pflanzen bei uns in Köthel erwerben. Kommen Sie gern zu den Ladenöffnungszeiten – Freitag nachmittag von 15.00 – 18.00 Uhr – vorbei und schauen Sie sich schon einmal um. Wir freuen uns über ihren Besuch.

Wie Tiere Therapeuten unterstützen.

In Ahrensburg entsteht eine neue Werkstatt für behinderte Menschen.
Ihre Therapeuten sind unter anderem zwei Esel und vier Pferde.


 

Auszug aus dem Hamburger Abendblatt vom 10. Februar 2018.
Grete kann kein Abschlusszeugnis im Fach Heilerziehungspflege vorweisen. Sie kennt weder medizinische Fachbegriffe noch hat sie sich jemals mit den Merkmalen von Psychosen auseinandergesetzt. Und trotzdem hilft Grete Menschen, die geistig, körperlich und psychisch beeinträchtigt sind – und zwar als tierische Therapeutin.

Grete ist eine acht Jahre alte Eseldame, die auf Gut Wulfsdorf in Ahrensburg aufgewachsen ist. Dort, auf dem Gelände des Biohofes am Bornkampsweg, entsteht derzeit eine neue Werkstatt der Hermann Jülich Werkgemeinschaft. Die Einrichtung bietet bereits in Hamfelde/Stormarn, Köthel und an einem anderen Standort in Ahrensburg Wohn- und Arbeitsplätze für Menschen mit meist schwersten mehrfachen Behinderungen. „Viele unserer Bewohner und Beschäftigten können sich nicht auf herkömmliche Art und Weise ausdrücken“, sagt Anke Brammen, Leiterin der Werkgemeinschaft. Sie zeigen autistische Züge, sind mit dem Downsyndrom zur Welt gekommen oder schwer traumatisiert. Auf scheinbar einfache Fragen wie „Wie geht es dir?“, „Was würdest du gern machen?“ und „Wobei fühlst du dich wohl?“ antworten sie selten allgemein verständlich. Manche antworten auch gar nicht. „Diesen Menschen möchten wir trotzdem nahekommen und ihnen eine positive, individuelle Entwicklung ermöglichen“, sagt Anke Brammen. Daher fiel die Entscheidung, in der neuen Werkstatt in Ahrensburg die sogenannte tiergestützte Therapie anzubieten. Vier Pferde und zwei Esel sollen die therapeutische Arbeit ergänzen. „Und das schon allein durch ihre Anwesenheit“, sagt Brammen. Gute Erfahrung mit Tieren hat die Werkgemeinschaft bereits am Standort Köthel gemacht: Dort können Betreute eine Reittherapie machen, die das Körperbewusstsein und damit das allgemeine Wohlbefinden stärkt.