In Gegensätzen miteinander - Beziehung im Sozialen pflegen

Meine BFD-Zeit in Köthel. Von Alex Huffman.


Alex Huffmann, BFDler von 8/2015 bis 1/2017

Mir war schon immer bewusst, dass ich ein Jahr von meiner Jugend in Deutschland verbringen möchte. Ich komme aus Ungarn, aber ich habe Verwandte in Deutschland und in den USA. Eine Freundin von mir aus Deutschland hat mir über die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners erzählt und wie ich ein Jahr in Deutschland ein Freiwilligendienst (BFD) machen könnte. Ich habe mich beworben und als es soweit war, habe ich mir Köthel unter anderem auch als mögliche Einsatzstelle ausgesucht. Aus Köthel habe ich das “Okay” bekommen, und im Mai wusste ich, wo es ab August weiter geht.
Mitte August bin ich nach Deutschland gereist, erst nach Frankfurt zum Seminar, dann weiter nach Hamburg. In Köthel wurde ich von allen ganz herzlich begrüßt und ich habe mich vom ersten Tag zuhause gefühlt.

In meiner Arbeitszeit war ich in der Gärtnerei tätig. Dort habe ich mit meinen Kollegen und den Bewohnern die verschiedensten Arbeiten gemacht. Es gab immer was zu tun. Im Sommer haben wir Tomaten, Gurken sowie Paprika und Auberginen im Gewächshaus gehabt, die haben wir geerntet und gepflegt. Im Herbst und Frühling gab es Salate und Kohlrabi und im Winter jede Menge Feldsalat. Da ich kein richtiger Gärtner bin und vorher nie sowas gemacht habe, habe ich immer was Neues gelernt. Meine Kollegen haben mir immer gerne neue Dinge beigebracht. Im Winter, wo die Arbeit im Gewächshaus knapp war, haben wir auch große Mengen Holz gespaltet, um die Häuser zu heizen.

Den größten Teil meiner Freizeit habe ich mit den anderen Jahrespraktikanten verbracht. Wir haben öfter abends etwas zusammen gemacht: Karten gespielt, Filme geguckt, Ausflüge nach Hamburg gemacht, oder ein paar Bierchen getrunken. Von den anderen Jahrespraktikanten habe ich verschiedene Länder und Kulturen kennengelernt. Die Seminare waren für mich auch wichtig. Als Teil der Incoming Gruppe bin ich auf fünf Seminaren überall in Deutschland gewesen. Da habe ich noch mehr Nationen kennengelernt, mich ein bisschen mit Anthroposophie und Sozialtherapie beschäftigt und nette Ausflüge gemacht.
Ich werde mich an meine Zeit in Köthel noch sehr lange erinnern, was ich aus Köthel mitgenommen habe, wird mich noch lange begleiten. Ich habe viel gelernt, viele Freundschaften geschlossen und mich weiter entwickelt. Für alle, die noch nicht wissen, was sie nach der Schule machen möchten, oder für die, die ein Jahr mal was anderes als sitzen und lernen machen möchten, würde ich ein BFD in Köthel empfehlen. Für mich war es die richtige Entscheidung.

Von Alexander Huffman, Ungarn

 

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