In Gegensätzen miteinander - Beziehung im Sozialen pflegen

Der Martins-Markt in Hamfelde heißt feiern mit allen Sinnen.

Fühlen, schmecken, lauschen und selber machen – auf dem alljährlichen Martins-Markt der

Hermann Jülich Werkgemeinschaft in Hamfelde wurde auch diesmal wieder mit allen Sinnen

gefeiert. Der Duft frisch gebackener Waffeln und Gegrilltem lag in der Luft, während Kinder-

und Erwachsenenaugen gebannt am Zauberer hingen, Familien über den Platz und durch die

Werkstätten schlenderten und hinter jeder Ecke Neues zu entdecken war. Ein paar

Regentropfen lang war es besonders in den Zelten voll: Die Kleinen lauschten dem

Märchenerzähler, Eltern ließen sich von den dargebotenen Produkten aus Textil-, Kräuter-,

Holz- und Papierwerkstatt liebend gern zum Kauf hinreißen und Hobby-Filzer kreierten ihre

ganz persönlichen, kunterbunten Schlüsselanhänger. Als dann der Wind die Regenwolken

vertrieb, sammelten sich Groß und Klein ums Lagerfeuer, um Stockbrot zu backen. Einige

bastelten Vogelhäuschen, erweckten Sockenpinguine zum Leben und fädelten Perlensterne

auf. Andere saßen mit vor Aufregung und Hitze roten Wangen in der kleinen Hütte im

Kräutergarten, um Kerzen zu ziehen. Kerzenschein, Chorgesang und Kuchenduft lockten die

Marktbesucher ins Apfelsternhaus. Auf dem Weg dorthin leuchteten bereits die ersten

selbstgebastelten Laternen und erinnerten an das traditionelle Martinsspiel, das bald nach

Einbruch der Dämmerung auf der Wiese hinter dem Haupthaus stattfinden sollte. Bis

dahin erhellte ein Feuerspucker die Nacht, Punsch und Kaffee wärmten die Bäuche und gute

Gespräche die Herzen. Beim Martinsspiel mit Ross und Reiter erzählten Betreute und

Betreuer die Geschichte des jungen Martin von Tours, der seinen Mantel mit einem

frierenden Bettler teilte. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist daher die Botschaft des

Heiligen, zu dessen Ehren bis heute von Fackeln und Laternen erhellte Umzüge singend

durch die Straßen ziehen. Auch in Hamfelde war der Zug in diesem Jahr wieder besonders

hell und lang. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer, Mitarbeiter, Eltern und Angehöriger, der

Feuerwehr, des DRK, aber auch Dank der Nachbarschaft und der gesamten

Dorfgemeinschaft war der Hamfelder Martins-Markt auch in diesem Jahr wieder ein wahres

Highlight, das Menschen zusammen und Gesichter zum Strahlen brachte.

 

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