In Gegensätzen miteinander - Beziehung im Sozialen pflegen

Wulfsdorfer Parkzauber – Ein Sonn(en)tag voller zauberhafter Augenblicke

 

Es war nicht nur die Sonne, die am vergangenen Sonntag Licht und Wärme in das von der Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. und dem Verein Jordsand e.V. organisierte inklusive Kultur- und Mitmachfest gebracht hat. Es waren die neugierigen, lächelnden, entspannten Gesichter der vielen Besucher, die aus der Veranstaltung ein durchweg zauberhaftes Erlebnis gemacht haben.
Die wunderschönen Bäume im Park am Haus der Natur boten Schatten für verschiedene Aktionen. Es wurde gespielt, erschaffen, gestaunt, getanzt und gesungen. Und all das gemeinsam Hand in Hand. Oder auch allein, ganz bei sich.
Der Verein Jordsand e.V., der auf dem Gelände des Parks zu Hause ist, lud an seinem Stand zu einer besonderen Sinnesreise durch die Natur ein. Im Sternenzelt entführten Trommler die Gäste in entfernte Welten, Sänger Carsten Schnadhorst von der Akustikwerkstatt „Barner 16“ in Hamburg ließ Gänsehäute wachsen, Gitarren- und Akkordeonmusik bewegte Füße und Herzen. Für ein gutes Bauchgefühl sorgten selbstgebackene Waffeln und Kuchen, Würstchen vom Grill und Kräuterbrote. Frisch gestärkt erkundeten die Mitmachfest-Besucher dann die Ausstellungen der Papier-, Holz-, Textil- und Brennholzwerkstatt der Werkgemeinschaften. Zwischendurch noch ein Eis auf die Hand, das Abkühlung versprach, während Zauberer, Jongleure, Clowninnen und Feuerspucker aus dem Park am Haus der Natur bis in den frühen Abend hinein einen Ort machten, an dem Inklusion mit allen Sinnen erlebt und gefeiert wurde.

Verena Künstner

 

Bevor der „Wulfsdorfer Parkzauber“ in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand, hieß es, er solle ein Ort der Begegnung sein, des Mitmachens, der Menschlichkeit. Nach dem Fest bleibt der Eindruck, dass genau diese Erwartungen erfüllt, wenn nicht übertroffen wurden. Pünktlich zu Beginn des Festes um 11.00 Uhr füllte sich der Park mit der erweiterten Nachbarschaft und weither Angereisten. Das Programm wurde großartig aufgenommen. Die kleinen Gäste waren begeistert von den Clowns, dem Zauberer und den riesigen Seifenblasen. Die großen Gäste tanzten im Sternzelt und informierten sich an den zahlreichen Ständen. Auch die kleine „Shoppingmeile“ im Haus der Natur mit Papier-, Filz- und Keramikprodukten war sehr beliebt. Nach und zwischen den Aktivitäten wurde natürlich auch das gastronomische Angebot genutzt – Waffeln, Eis, Kuchen, Stockbrot, Wurst und erfrischende Getränke sorgten für das leibliche Wohl.
Der Inklusionsgedanke der von der Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. ins Leben gerufenen Veranstaltung ist vollends aufgegangen. Menschen mit und ohne Behinderung gestalteten das Fest gemeinsam, tanzten zusammen und sangen zusammen. Menschen jeglichen Alters kamen zum Fest. Die Atmosphäre war entspannt und ausgelassen zugleich. Am Verein-Jordsand-Stand war auch viel los. Kinder und Erwachsene begegneten der Natur mit all ihren Sinnen, schnupperten an Kräutern, befühlten mit geschlossenen Augen Meeresgegenstände und gingen barfuß blindlings ein Seil entlang. Zu gewinnen gab es natürlich auch etwas. Am Stand gaben uns viele Gäste positives Feedback zur gesamten Veranstaltung und ließen sich für den Verein begeistern. Alles in allem war der „Wulfsdorfer Parkzauber“ ein rundum gelungenes Mitmach- und Sommerfest. Und wer weiß? Vielleicht ist dies ja der Beginn einer zauberhaften Tradition.

Herzliche Grüße
Anne Rottenau
Leitung Haus der Natur
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Der Martins-Markt in Hamfelde heißt feiern mit allen Sinnen.

Fühlen, schmecken, lauschen und selber machen – auf dem alljährlichen Martins-Markt der Hermann Jülich Werkgemeinschaft in Hamfelde wurde auch diesmal wieder mit allen Sinnen gefeiert. Der Duft frisch gebackener Waffeln und Gegrilltem lag in der Luft, während Kinder- und Erwachsenenaugen gebannt am Zauberer hingen, Familien über den Platz und durch die Werkstätten schlenderten und hinter jeder Ecke Neues zu entdecken war.

Ein paar Regentropfen lang war es besonders in den Zelten voll: Die Kleinen lauschten dem Märchenerzähler, Eltern ließen sich von den dargebotenen Produkten aus Textil-, Kräuter-, Holz- und Papierwerkstatt liebend gern zum Kauf hinreißen und Hobby-Filzer kreierten ihre ganz persönlichen, kunterbunten Schlüsselanhänger.

Als dann der Wind die Regenwolken vertrieb, sammelten sich Groß und Klein ums Lagerfeuer, um Stockbrot zu backen. Einige bastelten Vogelhäuschen, erweckten Sockenpinguine zum Leben und fädelten Perlensterne auf. Andere saßen mit vor Aufregung und Hitze roten Wangen in der kleinen Hütte im Kräutergarten, um Kerzen zu ziehen. Kerzenschein, Chorgesang und Kuchenduft lockten die Marktbesucher ins Apfelsternhaus.

Auf dem Weg dorthin leuchteten bereits die ersten selbstgebastelten Laternen und erinnerten an das traditionelle Martinsspiel, das bald nach Einbruch der Dämmerung auf der Wiese hinter dem Haupthaus stattfinden sollte. Bis dahin erhellte ein Feuerspucker die Nacht, Punsch und Kaffee wärmten die Bäuche und gute Gespräche die Herzen.

Beim Martinsspiel mit Ross und Reiter erzählten Betreute und Betreuer die Geschichte des jungen Martin von Tours, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist daher die Botschaft des Heiligen, zu dessen Ehren bis heute von Fackeln und Laternen erhellte Umzüge singend durch die Straßen ziehen. Auch in Hamfelde war der Zug in diesem Jahr wieder besonders hell und lang.

Dank vieler ehrenamtlicher Helfer, Mitarbeiter, Eltern und Angehöriger, der Feuerwehr, des DRK, aber auch Dank der Nachbarschaft und der gesamten Dorfgemeinschaft war der Hamfelder Martins-Markt auch in diesem Jahr wieder ein wahres Highlight, das Menschen zusammen und Gesichter zum Strahlen brachte.

Erst lernen, dann tanzen.

Krönender Abschluss der Bildungsreise 2017

„Was ne Sause!“ (Fazit Diskobesucher)
Mittlerweile hat nicht nur die übergreifende Bildungsreise Tradition, sondern auch die jährlich stattfindende Disko. Am Freitagabend des 12.1.18 war es endlich wieder soweit. Es trafen sich alle TeilnehmerInnnen der Bildungsreise, die am 4.- 6.10.17 stattgefunden hatte, sowie die BewohnerInnen vom Lebensort Köthel zum gemeinsamen Abendessen im Saal. Die Freude über das Wiedersehen war bei allen Beteiligten groß. Nach einem reichhaltigen Abendbrot und dem Schwelgen in gemeinsamen Erlebnissen der Reise im  letzten Oktober wurde das Licht gedimmt, die Diskokugel angeschaltet und die Musik laut aufgedreht. Gemeinsam wurde getanzt, gesungen und gelacht.
Energetisiert von der guten Stimmung und dank der guten DJanes aus Thorsmoerk war die Tanzfläche nie leer und es wurde bis zum Ende Vollgas gegeben.

Gruppenbild Teilnehmer


Teilnehmer der Bildungsreise 2017

Unser 40-jähriges Jubiläum: Gebührend gefeiert.

Der Anfang

Begonnen hat alles 1977 in Hamfelde/Kr. Stormarn mit dem Kauf des von der Familie Elfenkämper aufgegebenen Gutshofes. Kurz darauf konnte auch ein brach liegender Alpenveilchen-Zuchtbetrieb in Köthel/Hzgt. Lauenburg erworben werden. An beiden Orten fand eine Initiative von Lehrern und Eltern aus dem Friedrich-Robbe-Institut ein neues Zuhause für die jungen Menschen mit Behinderungen. Diese waren der heilpädagogischen Schulbetreuung entwachsen und suchten einen Lebensrahmen außerhalb des Elternhauses. An den mittlerweile 3 LebensOrten Hamfelde, Köthel und Ahrensburg/Wulfsdorf leben und arbeiten heute 116 betreute Menschen. Rund 170 MitarbeiterInnen sind hier beschäftigt.
40 Jahre – Anlass genug, um zu feiern! Am Freitag, den 8. September 2017, beging die Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. dieses Jubiläum mit einem großen Fest.

Stell Dir vor, Dein Hobby ist Teil Deines Berufes.

Mit der Aufforderung: „Bring Dich ein. Machs bei uns.“ werben „Die Robben Wulfsdorf“ (DRW) in den nächsten Wochen mit einer breit angelegten Kampagne rund um Ahrensburg und im Norden Hamburgs um Pflegefachkräfte zur Betreuung 13 junger Erwachsener für das neue Appartementhaus am Standort Ahrensburg-Wulfsdorf. Kampagnenschwerpunkt liegt auf der Anwerbung von Altenpflegern/-innen und Krankenschwestern/-pflegern, die oft gar nicht wissen, dass auch sie mit behinderten Menschen arbeiten können.

Im Gegensatz zum oftmals sehr stressigen, zeitintensiven und engterminierten Beruf der ambulanten Pflegekräfte besteht bei den Robben Wulfsdorf die Möglichkeit, den Joballtag gemeinsam mit den Betreuten freier zu gestalten und ein intensives, persönliches Kontaktverhältnis mit ihnen zu pflegen. So können Freizeitaktivitäten und Arbeiten, an deren Durchführung Mitarbeiter und Betreute gemeinsam Spaß finden, den Dienstplan bereichern.

Mit Plakaten, Flyern, Anzeigen, Fahrrad- und Autowerbung und einer Aktionswebsite hoffen die Mitarbeiter und Bewohner schnell neue Kollegen für das im Herbst fertig gewordene Haus zu finden.

Weitere Infos unter www.sattel-um.de oder direkt bei Anke Brammen.

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3 Motive aus der aktuellen Bewerberkampagne

5. Frauentag in Köthel

Toepferworkshop

Ergebnisse des Töpferworkshops

Am 2. Juli 2016 hat in Köthel der 5. Frauentag stattgefunden. 24 Frauen aus dem Niels-Stensen-Haus in Worphausen bei Bremen, vom Bauckhof Stütensen e.V. aus Rosche bei Uelzen, von ZusammenLeben e.V. aus HH-Bergstedt und vom LebensOrt Köthel haben sich an diesem Samstag zu dem spannenden Thema „Menschen in meinem Leben, Beziehung gestalten und pflegen“ getroffen und ausgetauscht. Es gab Gesprächskreise, Töpferkurse und Schauspielgruppen, und wir erlebten eine vielschichtige Auseinandersetzung und bereichernde Begegnungen. Zum Schluss der Tagung stand für alle fest: Wir wollen uns nächstes Jahr wiedertreffen!

Die Frauen von ZusammenLeben e.V. haben schon eine Einladung ausgesprochen.

Friederike Lekic

Trittau Run: Warm machen für den 12. Hermann Jülich Lauf.

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, applaudierende Fans und natürlich viele Laufbegeisterte. Dieses bunte Bild bot sich am 1. Mai beim „Trittau Run“ auf dem Schützenplatz in Trittau, bei dem auch ein Team der Hermann Jülich Werkgemeinschaft nicht fehlen durfte. Insgesamt sind 7 Bewohner und Mitarbeiter aus Köthel an der Startlinie des 5-km-Laufes angetreten. Die 5,8 km lange Laufstrecke führte über Waldwege durch das Hahnheider Waldgebiet. Nach gut 23 Minuten waren die ersten Läufer im Ziel. Nadja Lellau und Yuri Batlle holten die ersten beiden Plätze auf dieser Distanz für die Hermann Jülich Werkgemeinschaft. Nach 30 Minuten erreichte auch Tobias Krause, Bewohner am LebensOrt Köthel, die Zielgrade. Insgesamt war dieser sonnige Lauf-Sonntag ein voller Erfolg und sowohl bei den Läufern, als auch auf Seiten der zahlreichen Zuschauer war die Stimmung ausgelassen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Organisatoren des „Trittau Run“ für die gelungene Planung und Durchführung der Laufveranstaltung und für die Möglichkeit, noch einmal auf unsere Laufveranstaltung Ende Mai hinweisen zu dürfen. Bis dahin trainieren wir fleißig weiter und freuen uns darauf, am 28. Mai 2016 zum 12. Hermann Jülich Lauf in Köthel viele Läuferinnen und Läufer zu begrüßen.

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