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Im Alltag die Gegensätze überwinden

1978 als gemeinnütziger Verein gegründet, ist die Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. rechtlicher Träger für die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Betreuten und Mitarbeitern. Grundlage für die sozialtherapeutische Arbeit ist das anthroposophische Menschenbild. Im "Leitbild" sind die Grundlagen und Ziele der Lebensgemeinschaft festgeschrieben.

An zwei Einrichtungsplätzen in Schleswig-Holstein, Köthel/Kreis Herzogtum Lauenburg und Hamfelde/Kreis Stormarn, leben 58 seelenpflegebedürftige Erwachsene, Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen in Wohngemeinschaften zusammen mit ihren Betreuern. An jedem Platz befinden sich drei Wohngruppenhäuser mit nicht mehr als 10 Betreuten. Das Gruppenleben wird durch qualifizierte Mitarbeiter begleitet, unterstützt von Seminaristen, Praktikanten und Zivildienstleistenden. Ziel ist die Förderung des zu betreuenden Menschen zu größtmöglicher Selbständigkeit im beschützenden Rahmen der Gemeinschaft. Besonderes Gewicht hat dabei die Arbeit in den therapeutischen Werkstätten. Zum Betreuungskonzept gehören auch ein umfangreiches kulturelles Freizeitangebot, sowie die gezielte Förderung des Einzelnen durch unterschiedliche medizinische oder künstlerische Therapien.

Christliche Werte bestimmen im Alltag, bei Begegnungen und Festen das Zusammenleben.
Eine ansprechende Gestaltung des Lebensraumes und eine sinnvolle Tagesstruktur sind die Grundlagen für eine gute Entwicklung und das Wohlbefinden des Einzelnen in der Gemeinschaft.
Auf Reisen und Ausflügen, bei Einladungen, Veranstaltungen wird der Kontakt zum Umfeld gepflegt.
Auf Märkten und Messen im Umkreis und beim Frühlingsfest und Martinsmarkt in der Einrichtung werden Produkte aus den Werkstätten angeboten und über das Betreuungskonzept informiert.
Die Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. ist eine Einrichtung der Behindertenhilfe nach § 39 BSHG.

Die laufenden Kosten werden nach dem Bundessozialhilfegesetz durch ein mit dem Landessozialministerium Schleswig-Holstein ausgehandeltes Betreuungsentgelt gedeckt. Umfangreiche zusätzliche Leistungen, wie Therapien, Investitionen für die Werkstätten und Eigenkapital für Neubauten müssen durch Zuwendungen und Spenden finanziert werden.
Die Einrichtung ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband und im Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V.